Inhalte Familienhunde-Trainer

Voraussetzung
Um an der Ausbildung zum zertifizierten DHK Familienhunde-Trainer® teilzunehmen, setzen wir folgendes voraus:
• Interesse an Hunden
• Gute Beobachtungsgabe
• Erfahrungen in der Ausbildung eines Hundes
• Gute Deutschkenntnisse
Ausbildungsablauf
Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der praktische Unterricht findet in der angeschlossenen Hundeschule in Moers statt.
Die Ausbildung dauert insgesamt sechs Monate.
Inhalt praktischer Unterricht
Inhalte des praktischen Unterrichts: (mind. 250 Unterrichtseinheiten)

✔Humankommunikation und Konfliktmanagement
✔Teilnehmeranalysen
✔Lernmethodik
✔Anwendung des im theoretischen Unterricht erlangten Wissens in der Praxis
✔Praktische Anwendung von verschiedenen Lernmechanismen in der Hundeausbildung (Operante Konditionierung, Habituation, Gegenkonditionierung, etc.)
✔Beobachtung der Kommunikation von Hund und Halter
✔Erkennen von Körpersignalen
✔Ausdrucksverhalten von Hunden
✔Der tiergerechte Umgang
✔Tierschutzgerechte Erziehungsmethoden
✔Methodisch korrekte Erziehung
✔Fehleranalyse zwischen Hund und Halter
✔Individuelle Problemhilfestellungen und Lösungsansätze individuell abgestimmt auf Hund und Halter
✔Korrektes Führen / Kontrolle im Alltag
✔Hundeverhalten in Normalsituationen sowie in Konflikt- und Stresssituationen
✔Erkennen von Über- und Unterforderungen sowohl beim Hund als auch beim Halter
✔Beobachten / Analysieren und Besprechen von Kommunikation und Spielszenen an freilaufenden Hunden
✔Rassespezifisches Verhalten und rassespezifische Beschäftigungsmöglichkeiten
✔Erkennen von Jagdverhalten
✔Motivationssteigerung bei Hund und Halter
✔Ablauf von Gruppenstunden
o Zeitmanagement
o Unter Berücksichtigung von Didaktik und Methodik
✔Selbständige Leitung von Gruppenstunden der Familienhund-Ausbildung
✔Selbständige Leitung von Welpen- und Junghundestunden
✔Einsatz verschiedener Hilfsmittel
✔Ablauf einer Verhaltensprüfung sowie Analyse und Auswertung des gezeigten Verhaltens des Hundes mit Erstellen von Problemlösungen und Trainingsplänen
✔Spielerischer Übungsaufbau zur Steigerung der Motivation der Halter
✔Individuelle Beantwortung von Fragen sowie geben von
Trainingsansätze und Lösungsvorschläge abgestimmt auf Hund und Halter
✔Abhalten von Gruppenstunden auf dem Hundeplatz und im freien Gebiet (Wald, Wiese, etc.)
✔Erarbeiten und Planen von Gruppenübungen
✔Folgende Übungen werden u.a. vom Absolventen selbständig aufgebaut und gefestigt:
o Leinenführung
o Führen auf der abgewandten Seite (Kommando „Hand“)
o Kommando „Bleib“
o Positive Hundebegegnungen an der Leine
o Der sichere Abruf – auch in starken Reizlagen
o Kommando „Pfui“
o Notfallsignal „Stopp“
o Orientierungstraining
o Apportieren
o Freifolge
o Distanzarbeit
o Vorbereitung auf die Verhaltensprüfung (Wesenstest)
o Und vieles mehr
Inhalt theoretischer Unterricht
Zu folgenden Themengebieten wird jeweils ein theoretischer Unterrichtsblock im Laufe der Ausbildung abgehalten. Der theoretische Unterricht beläuft sich insgesamt auf ca. 24 UE. Dem Auszubildenden wird zu jedem Themenblock nach der Unterrichtsstunde ein Skript zur Vertiefung der Unterrichtsinhalte ausgehändigt.

Theoretische Unterrichtsblöcke: (mind. 76 Unterrichtseinheiten):

✔Instinkte und Triebe:
Triebe und Verhalten, Jagdinstinkt, Territorialinstinkt, Sexualinstinkt, sozialer Rudelinstinkt
✔Domestikation:
Evolution des Wolfes, vom Wolf zum Hund, Domestikationstheorien, natürliche Selektion, Artbildung, unser heutiger Haushund
✔Erste Hilfe am Hund und Verbandslehre:
Hygiene, Verbandslehre, Erstversorgungsmaßnahmen
✔Ontogenese:
Aufzucht Welpen und Prägung, Entwicklungsstadien der Welpen, Vererbung, Training
✔Lernverhalten:
Reflexe, Instinktverhalten, erworbene Verhaltensweisen, obligatorisches und fakultatives Lernen, Sozialverhalten
✔Lernmechanismen:
Klassische, operante, instrumentelle Konditionierung, primäre und sekundäre Verstärker, positive und negative Verstärker, Motivation, Timing, Gegenkonditionierung, Desensibilisierungen, Funktionskreise
✔Kommunikation Hund / Hund:
Körpersprache deuten und verstehen, Akustische, optische und physische Abbruchsignale, Beschwichtigungssignale, Versöhnungssignale, Übersprungshandlungen, umorientiertes Verhalten
✔Dominanz und Rangordnung:
Zusammenhänge, Dominanzverhalten erkennen, situative und formale Dominanz
✔Hilfsmittel in der Hundeausbildung:
Herkunft, Anwendung, richtige und falsche Hilfsmittel - Vor- und Nachteile
✔Ausbildungskonzept der Familienhund-Ausbildung:
Konzept Übungen der DHK Familienhund-Ausbildung, Aufbau einer Gruppenstunde, Gruppentraining, Trainingsaufbau, Gruppenübersicht, Hundehalter richtig motivieren, Lösungsorientiertes Arbeiten

Theoretische Seminare:

✔Infoabend für Welpenbesitzer (Häufige Probleme in der Welpenzeit, Besondere Bedürfnisse des Welpen, Individualentwicklung des Welpen, etc.)
✔Seminar Respekt und Vertrauen (Verschiedene Hundetypen, Bindungsarbeit und Bindungstest, Erziehung eines Hundes, Leinenführung, etc.)
Praktische Abschlussprüfung
In der praktischen Abschlussprüfung führt der Auszubildende eigenständig eine Unterrichtsstunde in einer Familienhund-Ausbildungsgruppe und in einer Welpengruppe. (je 60 Minuten)
Zweiter Bestandteil der praktischen Prüfung ist die erfolgreiche Anwendung der Leinenführtechniken. Dem Auszubildenden werden vier Hunde zur Verfügung gestellt, an denen er die Leinenführungstechniken anwendet. Zum Bestehen der Prüfung müssen mind. zwei Hunde die Leinenführung erlernen und die weiteren Trainingsschritte müssen dem Kunden verständlich vermittelt werden.
Theoretische Abschlussprüfung
Nach erfolgreichem Abschluss aller Theorieblöcke findet eine theoretische Abschlussprüfung statt. Die Prüfung besteht aus 42 Fragen, die sich aus den besprochenen Themenblöcken und den Skripten ergeben. (Dauer der Prüfung: 120 Minuten) Zum Bestehen der Prüfung müssen mind. 75 % erreicht werden.
Zweiter Bestandteil der theoretischen Abschlussprüfung ist das Ablegen des Sachkundenachweises § 10 LHundG NRW.
Der Abschluss zum DHK® Familienhunde-Trainer beinhaltet keine Verhaltensberatung/Therapie für sog. "Problemhunde" z.B.: aggressive oder ängstlichen Hunde.

Hier gelangst Du zur Ausbildung des ganzheitlichen Verhaltensberaters